Programmierung Motorola GM340

Gestern hatte ich mal wieder ein Mobilfunkgerät von Motorola umprogrammiert. Es handelt sich dabei um ein GM340 im 70cm Band und es soll später für ein DMR Relais eingesetzt werden.
Bei den Motorola Geräten des Typ’s GM360 und GM380 wird es genauso gemacht.

Bei der Gelegenheit hatte ich gleich einige Screenshots angefertigt.
Ein Bild sagt ja bekanntlich mehr als 1000 Worte.

Hier werden die „wichtigsten“ Daten eingestellt.

In diesem Fenster werden die Frequenzen, der Kanalabstand und die Stufe der Sendeleistung eingestellt. Bei der Sendleistung lassen sich die Stufen „Niedrig“ und „Hoch“ einstellen.  Dies besagt aber noch nichts über die wirkliche HF Ausgangsleistung.
Die Zuordnung findet in einem anderen Menüpunkt statt.

Bei den Konfigurationsbytes ist es ganz Wichtig das unter dem Konfigurationsbyte 2 der Wert 04 eingetragen wird. Tut man dieses nicht startet das RX GM340 beim Empfang von DMR Signalen immer wieder neu.

 

 

In diesem Menüpunkt ist es wichtig den Modus Sendezeitbegrenzer auf Deaktiviert zu stellen.

 

Damit das GM3x0 DMR Signale decodieren kann ist in diesem Menüpunkt wichtig unter Audioempfang (Zubehöranschluss) Linear, ohne Rauschsperre einzustellen.

 

 

Die Pin’s 12 und 14 sind nicht wichtig, ich hatte hier ein wenig rumgespielt. Pin 3 muss aber auf Daten-PTT programmiert werden.
Der Aktive Zustand wird auf niedrig eingestellt da die MMDVM Platine das PTT Signal gegen Masse schaltet.

 

 

Ab hier seht ihr die kompletten Screenshots:

Aus dem DMR-Relais DO3LMR wird DO0OHO

Im September 2016 wurde über den Ortsverband Heiligenhafen (M20) ein DMR Relais von Hytera angeschafft. Es handelt sich um das Model RD625 im UHF Bereich und es steht am Standort von Matthias, DO3LMR.

Das Relais lief einige Zeit im Testbetrieb  auf der Frequenz 438,775MHz wenn Matthias zu Hause gewesen ist. Leider musste das Relais immer wieder abgeschaltet werden sobald er sein QTH verlassen hatte. Das hat jetzt allerdings ein Ende, denn gestern kam von der BNetzA Aussenstelle Köln die langersehnte Zulassungsurkunde für das DMR Relais.  Als Rufzeichen wurde DO0OHO und als Frequenz wurde die 438,875MHz zugeteilt.

Die Relais DO0OHO und DO0SOC sollen in kürze auf dem Zeitschlitz 2 in der Sprechgruppe 8 zusammengeschaltet werden.

Einige kurze Details über DO0OHO:
QTH: Heiligenhafen
Frequenz: 438,875MHz -7,6MHz Ablage (Kanal RU710)
DMR-ID: 262263
Höhe ü.n.N. 41m + 8m ü.G.
Hardware: Hytera RD625 + Kathrein Duplexweiche
Antenne: Kathrein KXXXXXX (wird nachgereicht)

In kürze werden die Angaben ergänzt.

73 de Manuel, DO2LMV

 

MMDVM: Selbstbau eines DMR Repeaters

Da ein fertiger DMR Repeater von Hytera zu teuer ist muss nun der Selbstbau her. Bis vor kurzem  galt der Selbstbau eines DMR Relais noch nahezu als unmöglich.  Dank des MMDVM Projekts  ist ein Selbstbau aber in greifbare Nähe gerückt. Und der Selbstbau  ist doch eh viel besser als fertige kommerzielle Hardware zu kaufen. Denn das macht den Amateurfunk doch aus. Vielleicht überlegt Hytera es sich ja nun auch noch einmal mit ihren Preiserhöhungen.

MMDVM-Logo

Über das MMDVM-Projekt könnt Ihr euch auch auf dieser Internetseite informieren.  Nach einer Anmeldung in der Yahoo-Gruppe habt Ihr auch Zugriff auf die Schaltbilder.

Ich habe angefangen die MMDVM Platine nach diesem Vorschlag mit bedrahteten Bauelementen nach zu bauen.  Die Platine habe ich auch schon fertig gelötet, es fehlt jetzt nur noch der Arduino DUE. Auf diesen wird die MMDVM Platine aufgesetzt.

Erster Versuchsaufbau
Erster Versuchsaufbau

Neben DMR unterstützt das MMDVM Projekt  auch D-STAR oder C4FM was für mich jedoch keine Rolle spielt. Für mich persönlich ist nur die Betriebsart DMR von Interesse. D-STAR würde auch keinen Sinn machen da der Bereich hier mit D-STAR durch zwei Relais und einen Hotspot komplett abgedeckt wird.

MMDVM-repeater

Wenn der Arduiono DUE eingetroffen ist werde ich mal sehen wie sich die Motorola GM900 damit machen. Sollte es mit den GM900 nicht klappen hätte ich noch zwei GM1200 hier.  Bei dem TX Gerät muss jedoch zuerst die Sendezeitbegrenzung heraus programmiert werden. Die Sendezeitbegrenzung verhindert leider einen längeren Sendedurchgang, sobald 60 Sekunden vorbei sind bricht das Gerät den Sendevorgang ab. So ist der Transceiver als Relaissender leider noch nicht zu gebrauchen. Eventuell lässt sich ja ein Hytera MD655  als Relaissender nutzen. Das wird aber alles getestet sobald der Arduino DUE eingetroffen ist.

Das sind die beiden Geräte für das Relais
Das sind die beiden Geräte für das Relais

Vielleicht kann mir ja jemand einen Tip geben wie sich die Sendezeitbegrenzung deaktivieren lässt ?!? Die Software lässt es leider nicht zu 🙁

17.03.2016: Heute wurde mir mitgeteilt das sich die Sendezeitbegrenzung nur in Geräten mit neuerer Firmware abschalten lässt. Leider ist mir nicht bekannt ab welchem Firmwarestand dies möglich ist und mir ist auch nicht bekannt welche Version auf meinen Geräten vorhanden ist.

Das Gerät soll aber noch zu einem Funktechniker nach Dortmund, evtl. kann er das Problem beheben. Ich warte nur noch auf ein anderes Gerät welches sowieso zu Jürgen soll, so muss ich nicht zwei Pakete versenden.

Ich habe schoneinmal eine Stückliste erstellt. Ebenfalls sind dort die Bestellnummern für Reichelt Elektronik mit drauf.

Am Freitag den 18.03. traf auch der Arduino DUE endlich ein. Die Software hatte ich nach der Beschreibung von DJ1BB in den Arduino eingespielt. Nach einem kleinen Problem und einer Mail an Olaf konnte ich weiter testen. Olaf, vielen Dank auch an dieser Stelle für Deine Hilfe.

mmdvm_RaspberryEs wird auch von der MMDVMHost Software auf dem Raspberry Pi nach dem Start erkannt .Die Software wird mit dem Befehl „sudo ./MMDVMHost MMDVM.ini“ gestartet.

 

Nun werden die Tests weiter gehen und die weitere Verkabelung kann beginnen. Das Motorola GM1200 scheint als DMR Sender zu funktionieren. Leider habe ich aber immernoch das Problem mit der Sendezeitbegrenzung von 60 Sekunden. Dies Problem(chen) muß noch gelöst werden. Eigenartigerweise funktioniert das GM1200 aber nicht als Empfangsgerät bei mir, warum auch immer. In der MMDVM.ini habe ich auch schon den Paramter RXInvert von 0 auf 1 gestellt was aber leider keine Besserung brachte.

30.03.2016: Jetzt traf auch die SMD MMDVM Platine von Olaf, DJ1BB bei mir ein. Eventuell lag diese auch schon seit ein oder zwei Tagen in meinem Postfach.

Unbestückte SMD MMDVM Platine
Unbestückte SMD MMDVM Platine

Die benötigten SMD Bauteile hatte ich mir bestellt und wurden auch heute am 31.03. geliefert. Jetzt kann es an die Bestückung gehen. Ich bin mal gespannt wie ich mit der SMD Geschichte zurecht kommen werde. Bisher hatte ich mich ja immer davor drücken können 😉

31.03.2016: Die Platine wurde heute von mir  zum größten Teil bestückt. Erstaunlicherweise ging es eigentlich auch recht gut, ich hatte es mir wirklich schlimmer vorgestellt. Eventuell kann ich mich ja doch noch mit SMD anfreunden 🙂

Es fehlen jetzt nur noch die 1µF Keramikkondensatoren C3 und C11, diese muß ich mir noch besorgen. Q1, ein 2N7002 liegt griffbereit, jedoch wird dieser als letztes eingelötet.

MMDVM_SMD_DO2LMV

05.04.2016: Inzwischen ist die SMD Platine von mir komplett bestückt worden. Es sieht noch nicht so gut aus aber Übung macht den Meister 😉 Sie  funktioniert genauso gut wie der Aufbau auf der Lochrasterplatine.

Wenn nur die Sendezeitbegrenzung bei den beiden GM1200 nicht wäre. Naja, Probleme sind dazu da um gelöst zu werden.
Jetzt muss ich noch nach einem geeigneten Empfänger ausschau halten.

Zusätzlich hatte ich noch eine „Original“ MMDVM Platine bestellt. Am 10.03.2016 bekam ich den Versand aus Kanada per Mail bestätigt und am 26.03.2016 kam dann die Rechnung welche auch sofort beglichen wurde. Leider ist die Platine bis heute (03.09.2016) noch immer nicht eingetroffen 🙁 Ich habe keine Hoffnung mehr das diese noch eintreffen wird.  Ein gutes halbes Jahr hätte es nicht mal mit der Postkutsche gedauert. 50€ in den Sand gesetzt.  🙁

27.05.2016: Dafür lagen aber gestern drei MMDVM Platinen von
Olaf in meinem Postfach. Es sind Platinen in der SP8NTH & SP9ACQ Version 6 mit der Filterversion nach EB4FBZ. Auf dieser Platine werkelt (nach der Bestückung) ein TCXO mit 19,2MHz.

 

MMDVM nach SP8NTH & SP9ACQ
MMDVM nach SP8NTH & SP9ACQ

Es gibt auch noch weiteres Erfreuliches zu berichten: Matthias, DO3LMR hat ein Kenwood TMV7E (Blaues Wunder) und Lars, DC3LD hat ein Motorola GM640 gespendet. Das GM640 hatte ich bei Jürgen, DG7GJ zu einer GM340 umflashen lassen.  Weiterhin hat Rocco die beiden GM1200 mit der neuesten Firmware versehen so das die Sendezeitbegrenzung abgeschaltet werden konnte.  Jetzt wird ein Messplatz entscheiden müssen welches Geräte als Sender besser geeignet ist. Torben, DH6MBT rät von den GM1200 als TX ab wie er mir nach Erfahrungen anderer schrieb. So werde ich das GM640/GM340 von Lars höchswahrscheinlich als TX einsetzen. Vielen Dank an euch beiden für die Funkgeräte und an Olaf für die Platinen.

04.06.2016: Gestern hatte ich einen Brief von Michael, DL9LBG aus Lütjenburg mit einer Spende in der Post. Michael, auch Dir vielen lieben Dank.  Ich werde nun auch einen gewissen Satz 😉 auf der Homepage ändern.

Vielen lieben Dank an euch drei Spender (DC3LD, DO3LMR und DL9LBG)

09.06.2016: DO0SOC ist am 09.06.2016 am genehmigten Standort in Wandelwitz (Kreis Ostholstein, Locator JO54KI) in den Testbetrieb gegangen. Die Sendefrequenz ist 438,675MHz mit einer Ablage von -7,6MHz. Das Relais arbeitet im Brandmeister DMR Netz. Durch den Testbetrieb kann es immer mal wieder zu kurzen Störungen und/oder Ausfällen kommen.

Es werden jetzt folgende Hardwarekomponenten bei DO0SOC eingesetzt: Als Empfänger werkelt ein Motorola GM380 und als Sender ein Motorola GM340. DIe Hostsoftware (MMDVMHost) arbeitet auf einem Raspberry Pi 2b und die Signalaufbereitung wird von einer MMDVM Selbstbauplatine die auf einem Arduino DUE steckt, vorgenommen. In kürze werden hier und auf der Internetseite von DO0SOC auch noch Bilder veröffentlicht.

Um ca. den 13.Juli herum sollen noch Optimierungsarbeiten an der Antennenanlage durchgeführt werden.

07.07.2016: Am heutigen Tag kam eine weitere MMDVM Platine. Diese wird ebenfalls mit einem TCXO von 19,2MHz bestückt. Der Unterschied zu der weiter oben genannten Platine ist eigentlich nur dass diese nicht mit SMD Bauteilen sondern mit bedrahteten Elementen bestückt wird. Das erleichtert die Lötarbeiten doch ungemein 😉

MMDVM Platine mit TCXO
MMDVM Platine mit TCXO

28.10.2016: Gestern wurde ich gefragt ob es mir möglich sei die Rückwärtige Pinbelegung der Zubehörbuchse von den Motorola Geräten GM340, GM360 und GM380 zu nennen.

gp3x0_pin-belegung

Ganz Wichtig, achtet peinlichst genau auf die richtige Zählweise der Pins an der Zubehörbuchse !!! Ich übernehme keine Haftung für evtl. Schäden.

01    Ext. Lautsprecher (-) 4-8 Ohm/16W
02    Ext. Mikrofon, 80mV für Nennhub, 600Ohm Impedanz
03 * GPIO1 Eingang (Standard: Externe PTT)
04    GPIO2 Ausgang (frei programmierbar)
05 * TX-NF …150mV für Nennhub, 25kOhm Impedanz
06    GPIO3 Eingang (frei programmierbar)
07 * Masse (Bezugspotential für NF und GPIO’s)
08    GPIO4 Eingang/Ausgang (frei programmierbar)
09    GPIO5 Eingang
10(*)Zündungsplus. Bei +12V schaltet sich das Gerät ein
11 * RX-NF Diskriminator Ausgang (330mV bei Nennhub)
12    GPIO7 Eingang/Ausgang (frei programmierbar)
13    SW_UBatt+ (Geschaltete Betriebsspannung)
14    GPIO8 Eingang/Ausgang (frei programmierbar)
15(*)RSSI Ausgang
16    Ext. Lautsprecher (+) 4-8 Ohm/16W
17    BUS+ Datenleitung zum programmieren und flashen
18    Bootstrap
19    Reserviert für Optionsboards
20    Reserviert für Optionsboards

Die mit * (Sternchen) markierten Pins sind für den Betrieb mit einer MMDVM-Platine nötig. Die Pins mit den Sterchen in Klammern (*) sind optional.

Die  Verdrahtung zwischen dem MMDVM-Modem und einer GM340 könnte wie folgt aussehen:

TX Pin MMDVM      -> Pin  05 Motorola GM340
RX Pin MMDVM      -> Pin 11 Motorola GM340
PTT Pin MMDVM   -> Pin  03 Motorola GM340
GND Pin MMDVM -> Pin  07 Motorola GM340

Draufsicht auf den Zubehöranschluss der GM340, GM360 und GM380
Draufsicht auf den Zubehöranschluss der GM340, GM360 und GM380

Einige Pins müssen in der Programmiersoftware von Motorola in den Geräten entsprechend programmiert werden. Ohne eine Zuweisung in der CPS liegen die Signale entweder nicht oder falsch an.

Verdrahtungsbeispiel MMDVM -> Motorola GM340, GM360 und GM380
Verdrahtungsbeispiel MMDVM -> Motorola GM340, GM360 und GM380

So habe ich bei dem DMR Relais DO0SOC die Verdrahtung vorgenommen. Trotzdem gebe ich auf die Funktion keine Garantie. Solltet ihr es auch nachbauen geschieht dies auf eure eigene Verantwortung, ich übernehme keine Haftung für evtl. Schäden o.ä..

11.11.2016: Gestern habe ich einem OM aus OZ (Dänemark) die Installation der MMDVM-Master Software auf dem Arduino DUE erklärt. Ein grosses Problem besteht wohl häufig in der Anpassung der platform.txt – in diese muss ein wenig Text hinzugefügt werden. Schon das auffinden dieser Datei auf dem Windowssystem scheint nicht einfach zu sein.

Ich persönlich nutze hier zuhause einen Rechenknecht mit dem Betriebssysten Windows 7 Home Premium. Die zu editierende Datei „platform.txt“ befindet sich bei mir im folgenden Ordner:

C:\Benutzer\xxxx\AppData\Local\Arduino15\packages\arduino\hardware\sam\1.6.7

Die xxxx’e hinter C:\Benutzer müsst Ihr bei euch gegen euren Benutzernamen im Windows Betriebssystem ändern! Dort solltet ihr dann die besagte platform.txt finden.
Wie schon geschrieben nutze ich hier ein Win7 System, deshalb könnte es bei anderen Windowsversion ein ander Speicherort sein. Solltet ihr die Datei nicht bearbeiten können würde ich euch auch die platform.txt von meinem System per Mail zusenden. Sendet dazu einfach eine Mail an rufzeichen @ web punkt de
Hier könnt ihr die platform.txt auch als RAR-Archiv herunterladen.

 

Der Text wird nach und nach ergänzt.
Letze Änderung: 25.11.2017 10:38 Uhr

 

Kanutour mit dem OV Heiligenhafen M20

Kanutour auf der Stör mit dem Ortsverband Heiligenhafen M20

Leider habe ich das Datum nicht zur Hand an dem diese sehr schöne Kanutor statt fand. Es muss ca. zwischen 1999 – 2003 gewesen sein.

Kurz vor dem Start
Kurz vor dem Start
Hier wurde die erst Staustufe trocken überwunden.
Hier wurde die erst Staustufe trocken überwunden.

Kanu_04

Eine kleine Pause wurde auch eingelegt.
Eine kleine Pause wurde auch eingelegt.

Kanu_05Kanu_01

 

Auf solch eine Aktion hätte ich mal wieder sehr grosse Lust.
Wer macht mit ? 😉

 

DMR im Amateurfunk

Seit September 2014 befasse auch ich mich mit dem Digitalfunk, hier DMR. DMR steht für Digital Mobile Radio und wird eigentlich im Betriebsfunk eingesetzt. Selbstverständlich hält es uns Funkamateure aber deshalb nicht davon ab diese sehr interessante Technik ebenfalls zu nutzen.

DMR Funkgeräte können sowohl für die Analoge wie auch für die Digitale Sprechfunkübertragung genutzt werden. Aus diesem Grund lassen sich die Geräte auch in Gegenden nutzen in denen noch kein Digitales DMR Relais zur Verfügung steht. Es ist problemlos möglich die Kanäle innerhalb der Bandgrenzen so zu programmieren wie man möchte.

Bei den Hytera Geräten werden die Kanäle in Zonen programmiert, wobei jede der 64 Zonen 16 Kanäle verwalten kann. Dies ergibt somit eine maximale Kanalanzahl von 1024 Kanälen.

Im 2m Band nutze ich ein Hytera MD785G (DMR wird im 2m Amateurfunk nur in sehr wenigen Gebieten eingesetzt). Im 70cm Band nutze ich ebenfalls Geräte von Hytera. Zuhause ist dies ein MD785 und für unterwegs stehen mir ein PD785G und ein PD365 zur verfügung.

Die Hyterageräte sind allesamt sehr robust und sobald man sich mit der Programmiersoftware angefreundet hat auch leicht zu programmieren und zu bedienen.

Hytera MD785 für 2m und 70cm
Hytera MD785 für 2m und 70cm

Sofern ihr euch ein Gerät bestellen möchte solltet ihr auch gleich das nötige Programmierset mit hinzu bestellen. Die unprogrammierten Geräte nützen einem nichts. Sie müssen vorher unbedingt programmiert werden da die Geräte sonst nicht wissen wo sie Senden und Empfangen sollen. Das benötigte Programmierset beinhaltet das Programmierkabel und die Programmiersoftware. Mit dieser ist es möglich das Gerät nach belieben zu programmieren.

Vor dem ersten Betrieb müsst Ihr euch eine DMR ID auf das eigene Rufzeichen registrieren. Die hier benötigte DMR ID könnt ihr euch hier unkompliziert beantragen. Eine vorläufige Bestätigung erhält ihr sofort vom System, jedoch solltet ihr besser auf die endgültige Bestätigung warten. Diese wird euch per email zugestellt.

Die deutschen ID’s fangen alle mit 262, 263 und 264 an. Auf die 26X folgen für persönliche Rufzeichen vier weitere Ziffern. Die erste steht dann für das Bundesland. Hamburg und Schleswig-Holstein teilen sich die Ziffer zwei. Eine ID eines OM’s aus Hamburg und Schleswig-Holstein sieht am anfang schoneinmal wie folgt aus 2622XXX. Der Rest wird jetzt bei der DMR ID Registrierung nach der Reihe vergeben. Die ID für mein Rufzeichen DO2LMV lautet 2622015. Für Relaisfunkstellen werden nach der 262 nur drei weitere Ziffern zugeordnet. Auch hier ist die vierte Stelle
vom Gebiet abhängig.

Im digitalen DMR Sprechfunk wird mit zwei Zeitschlitzen (Timeslot/TS) und verschiedenen Sprechgruppen (Talkgroups/TG) gearbeitet. Über die Sprechgruppen lassen sich ganze Relais vernetzen was den Weltweiten Sprechfunkverkehr ermöglicht.

In der nähe meines QTH’s ist leider noch kein DMR Relais vorhanden. Trotzdem bin ich schon in DMR auf der DMR Anruffrequenz 433,450MHz in Zeitschlitz 1, Sprechgruppe 1 (Weltweit) Empfangs- und Sendebereit.

Seit dem 02.August 2015 nenne ich einen DV4Mini USB Stick mein eigen. Mit diesem Stick ist es möglich ohne Relaisfunkstelle aktiv am DMR, C4FM und D-STAR Funkbetrieb teilzunehmen. Persönlich interessiert mich hier nur der DMR Betrieb. Ein D-STAR oder C4FM Gerät besitze ich auch nicht und werde mir solch ein Gerät auch nicht zulegen.

Den Stick hatte ich mir am 27.07.2015 bei Helitron bestellt und schon zwei Tage später hatte ich den Umschlag mit dem Stick im Postfach liegen.

USB DV4Mini Stick
USB DV4Mini Stick

Am Abend hatte ich den Stick gleich mal ausprobiert. Die hierzu benötigte Software könnt ihr hier herunterladen. Die Installation der Hard- und Software verlief komplett ohne Probleme.

Nach der Installation wurde die DV4Mini Anwendung bei mir erstmalig gestartet. Die ersten Schritte bestehen darin die eigenen Daten einzutragen.

Bedienoberfläche DV4Mini Software
Bedienoberfläche DV4Mini Software

Anfänglich hatte ich hier den Stick noch unter Windows 7 in Betrieb, da mir aber der Rechner zuviel Strom aus der Steckdose zog (mindestens um die 90W) konnte dies für mich keine Dauerlösung darstellen. Da ich ehh in Kiel Raisdorf gewesen bin hatte ich mir bei Conrad einen Raspberry Pi 2 und ein Gehäuse für ca. 50€ gekauft. Die nötige Anschaffung von weiterem Zubehör konnte ich mir sparen weil schon vorher hier zuhause ein Raspberry Pi seine Dienste verrichtete.

Raspberry Pi 2
Raspberry Pi 2

Ich hatte mir das fertige Image für den Raspberry Pi 2 von dieser Seite runtergeladen und es mit dem PC auf die 8GB Speicherkarte geschrieben. Der allererste Schritt war dann die Paßwortänderung für die Anmeldung (wie das funktioniert könnt Ihr überall im Internet finden).

Bis jetzt hatte alles, aber auch wirklich alles ohne Probleme funktioniert. Es wäre ja aber auch langweilig und kein Amateurfunk wenn immer alles ohne Probleme funktionieren würde. Dann nämlich erschien das erste Firmwareupdate für den DV4Mini Stick.

Raspberry Pi 2 mit DV4Mini Stick
Raspberry Pi 2 mit DV4Mini Stick

Am Abend des 2.Augustes wurde eine neue Firmware für den DV4Mini Stick veröffentlicht. Ich hatte mir die erforderlichen Dateien auf meinem Raspberry Pi gespeichert und hatte dann das Firmwareupdate starten wollen. Die LED fing auch, wie im Handbuch beschrieben, mit verschiedenen Farben an zu blinken. Darauf hin hatte ich wie gefordert die Software neu gestartet und die Firmwaredatei ausgewählt. Ab jetzt ging garnichts mehr. Ich hatte aber gewartet, es hätte ja sein können das dieser Vorgang einige Zeit in Anspruch nehmen würde.

Als sich aber nach über einer Stunde noch immer nichts tat hatte ich die Software beendet und nochmals neu gestartet. Jetzt wurde der DV4 Stick nichteinmal mehr gefunden. Jetzt hatte ich die Sache erstmal gute 30 Minuten laufen lassen um zu sehen ob sich noch was bewegen würde.

Es tat sich jedoch nichts mehr. Warum auch einfach wenn es auch komplziert ging dachte ich mir. Ich hatte den Raspberry Pi herunter- gefahren und den Stick dann an den Windows 7 Rechner gesteckt wo auch nichts mehr passierte. Da ich zu diesem Zeitpunkt schon ein wenig genervt war hatte ich den Stick einfach mal in einen anderen Rechner mit Windows 10 gesteckt und siehe da, der Stick wurde erkannt, die nötigen Treiber wurden von Windows 10 auch automatisch installiert. Prompt habe ich die Software von oben genannter Homepage wieder heruntergeladen und diese dann auch gestartet. Was sollte jetzt noch groß schiefgehen können dachte ich mir. Als die Anwendersoftware installiert war klickte ich wieder auf den Buton für das Firmwareupdate. Jetzt wurde ich aufgefordert die Firmwaredatei auszuwählen. Das kannte ich ja nun schon von den zwei anderen Rechnern. Mit einem mal, man glaubt es kaum, sah ich einen Balken der ziemlich zügig den Fortschritt des Updates anzeigte. Als das Update fertig gewesen ist hatte ich den Rechner heruntergefahren und den Stick dann wieder am Raspberry Pi angeschlossen und diesen dann gestartet.

Die Software hatte den Stick nach wenigen Sekunden wieder erkannt. Auf dem Raspberry Pi ist noch die alte Anwendersoftware drauf gewesen was wahrscheinlich auch der Grund dafür gewesen ist das man nun die anderen DMR Teilnehmer im DMR Funkgerät nicht mehr hören konnte. Das Rufzeichen bzw. die DMR-ID wurde übertragen aber es kam keine NF aus dem Lautsprecher.

Jetzt hatte ich fix die alten gegen die neuen Dateien getauscht und die Rechte unter Linux für diese neu vergeben. Seit dem läuft der DV4M USB Stick wieder störungsfrei. Die Entwickler haben eine sehr gute Arbeit geleistet und der Stick ist sein Geld auf jeden Fall wert.

DV4MF2 Softwareoberfläche
DV4MF2 Softwareoberfläche

Gern würde ich hier im nördlichen Kreis Ostholstein ein DMR Relais (RD625 oder RD985) aufstellen was aber allein an der Finanzierung scheitert. Den halben Preis würde ich für ein Relais zusteuern aber der Rest müsste über Spenden reinkommen. Die Duplexweiche und auch eine Frequenz wären schon vom FM Relais DO0SOC vorhanden.

Viele würden hier auch DMR nutzen oder sich ein Gerät zulegen sofern es ein Relais in der Nähe gäbe. Spricht man die OM’s aber dann auf eine Spende an stösst man überall auf taube Ohren. Wirklich Schade! Den letzten Satz kann ich so glücklicherweise nicht mehr stehen lassen 😉 Es haben vier OM’s für das DMR Relais gespendet. Mein Dank gehen an DO3LMR, DC3LD, DG4HAD  und DL9LBG.  

vy 73 de Manuel, DO2LMV
DMR ID’s: 2622015 (Hytera) & 2622390 (Motorola und Retevis)